Wie Maschinensicherheit erreicht wird

Maschinensicherheit – von der Risikobeurteilung bis zur Lösung

Maschinensicherheit wird oft für eine komplizierte „Geheimwissenschaft“ gehalten. Das ist ein Irrglaube. Im Grunde ist es ganz einfach. Zunächst einmal gilt es herauszufinden, was während der „Lebensdauer“ der Maschine passieren könnte, d. h. in den Phasen vom Transport und der Installation über die Inbetriebnahme und Nutzung bis hin zur Wartung und Entsorgung.

Hierzu führen Maschinenhersteller eine sogenannte „Risikobeurteilung“ durch, bei der alle Aufgaben in Verbindung mit der Maschine analysiert werden, um etwaige Gefahren festzustellen. Warnen Sie die Bediener vor Risiken, die durch Schritt 1 und 2 nicht (ausreichend) reduziert werden können, z. B. durch Warnschilder, Aufkleber und Warnhinweise in der Betriebsanleitung.

Dann werden Gefahren nach einem dreischrittigen Verfahren bewältigt. Einer dieser Schritte besteht aus drei Teilschritten. Deshalb sagen wir bei Axelent: „2 x 3 = Sicherheit!“:

  1. Gefahr beseitigen oder das Verletzungsrisiko durch eine entsprechende Gestaltung reduzieren (inhärente Sicherheit)
  2. Schutzeinrichtungen vorsehen
    i. Gefahr einsperren (oder Menschen aussperren), z. B. durch eine Umzäunung
    ii. Kontakt zwischen Mensch und Gefahr überwachen, die Gefahr rechtzeitig stoppen, z. B. durch Sicherheitsschalter, Lichtschranken, Laserscanner usw.
    iii. Bedienern die Möglichkeit geben, die Gefahr zu kontrollieren, z. B. durch eine Freigabetaste oder eine Zweihandbedienung
  3. Benutzer vor Gefahren warnen, die nicht beseitigt werden konnten oder bei denen Schutzeinrichtungen nicht (vollständig) funktionieren

Wie die Risikobeurteilung durchzuführen ist, welche Schutzeinrichtungen erlaubt sind und wie diese anzubringen sind sowie wie Warnhinweise zu formulieren und zu gestalten sind, ist in europäischen und internationalen Sicherheitsnormen festgelegt.“