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Warum Maschinensicherheit?

Maschinen sollen Waren effektiv und effizient produzieren. Als die Menschen begannen, Maschinen zu erfinden, spielte die Sicherheit noch keine Rolle. Handmühlen verursachten nicht mehr als kleinere Blessuren, aber bereits die durch Esel angetriebene Getreidemühle konnte mit ihrem mehrere hundert Kilo schweren oberen Mühlstein zu schweren Verletzungen wie einem Verlust von Fingern oder Händen führen.

Vermeidung von Unfällen am Arbeitsplatz

Mit Beginn der Industrialisierung schnellte die Zahl der Unfälle in die Höhe. Bald wurde erkannt, dass ihre Vermeidung sowohl eine ethische Frage als auch einen Wirtschaftsfaktor darstellt. Unfälle sind sowohl im Hinblick auf das menschliche Leid als auch im Hinblick auf die Kosten eine teure Angelegenheit.

Wirtschaftliche Aspekte und Sicherheitsvorkehrungen stehen jedoch häufig in Konflikt zueinander, da Sicherheitsmaßnahmen Kosten verursachen, ohne die Effizienz der Produktion zu erhöhen. Das unten stehende Konfliktdreieck veranschaulicht, worum es bei Maschinensicherheit geht: Der Schutz der menschlichen Gesundheit muss immer wichtiger bleiben als die Kosten und die Produktionseffizienz. Axelent hilft Maschinenentwicklern und Betreibern dabei, die Sicherheit stets im Blick zu behalten.

Konfliktdreieck

Wichtigste Rollen und Regeln

Die wichtigsten Akteure im Bereich Maschinensicherheit sind die Hersteller und Betreiber.

Die Hersteller sind verpflichtet, Maschinen zu produzieren, die in technischer Hinsicht so sicher wie möglich sind. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2006 mit der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die 2009 zuletzt geändert wurde, ein detailliertes Regelwerk zum Thema Maschinensicherheit veröffentlicht. Die Richtlinie ist verpflichtend, und das äußere Kennzeichen der Konformität ist das CE-Zeichen.

Die Betreiber sind verpflichtet, den sicheren Zustand der Maschinen aufrechtzuhalten und sicherzustellen, dass alle Sicherheitsvorschriften staatlicher Behörden und des Herstellers eingehalten werden. Die sichere Benutzung von Maschinen ist auch durch europäische Rechtsvorschriften, die sogenannte „Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie“ 2009/104/EG, geregelt.

Matthias Schulz

Experte für Sicherheitstechnik, Deutschland