Sven Toftgård, Jim Sundgren, Emma Sundelius und Simon Palm von Axelent

Ein Blick hinter die Kulissen – von der Idee zur fertigen Tür

Türen sind eigentlich recht einfache Konstruktionen. Die Türen aus unserem Standard-Lieferprogramm basieren auf wenigen Grundprinzipien. Die verschiedenen Basiskomponenten lassen sich einfach anpassen und kombinieren, so dass eine maßgeschneiderte Kundenlösung entsteht.

„Wenn wir eine Anfrage erhalten, prüfen wir zunächst, ob wir etwas aus dem Standardprogramm nehmen und anpassen können.” sagt Sven Toftgård, Produktmanager bei Axelent in Schweden.

Das Ziel besteht darin, so viele Anforderungen wie irgend möglich mit nur wenigen verschiedenen Teilen abzudecken.

„Unsere Denkweise bezüglich Türen und aller anderen Produkte basiert auf einer Art Legostein-Prinzip: Alles soll sich auf wiederverwendbare Module stützen. Dabei besteht das Erfolgsgeheimnis darin, einige wenige gute Bausteine zu entwickeln, die möglichst vielseitig eingesetzt werden können, um Kundenprobleme zu lösen und neuen Herausforderungen zu begegnen", sagt Sven Toftgård.

 

Ideen aus dem eigenen Hause oder von Kunden

Wie bestimmte Anforderungen und Ideen entstehen, unterscheidet sich von Fall zu Fall. Manchmal kommen sie von einem Vertriebsmitarbeiter, der in direktem Kontakt mit Kunden steht, manchmal sind es Großhändler oder eine unserer weltweiten Vertretungen, die sich mit einer herausfordernden Anfrage an das Stammhaus wenden.

Auch die Produktkenntnisse der Kunden unterscheiden sich. Viele Maschinenhersteller liefern Komplettlösungen einschließlich aller Schutzeinrichtungen.

„Und manchmal kommt man an den Standort einer uralten Maschine, die dort schon 70 Jahre betrieben wird und repariert oder modifiziert werden soll. Mitunter hat der Kunde nicht das erforderliche Know-how und wir müssen eine etwas umfangreichere Rolle übernehmen", sagt Simon Palm, aus dem Vertriebsaußendienst von Axelent AB in Schweden.

Axelent hat eine recht neue Entwicklungs- und Konstruktionsabteilung, die Ideen für neue Produkte bearbeitet und umsetzt, entweder basierend auf Kundenanforderungen oder aufgrund eigener Überlegungen. Oft kommt der Anstoß jedoch von außen.

„Entweder gilt es ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Anforderung zu erfüllen. Zuerst fragen wir uns daher: Worum geht es dem Kunden genau?" sagt Emma Sundelius, die Produktentwicklung bei Axelent leitet.

„Die Idee wird umgesetzt und das werdende Produkt dann in die Testphase überführt. Dabei werden Prototypen oder Produktmodelle getestet, um zu sehen, ob alles wie geplant funktioniert. Dann kommt das Finetuning in unserem CAD-System", so Emma Sundelius weiter.

Tests und Prüfungen führen wir bei uns im Hause oder in externen Prüflaboren durch, wenn dies erforderlich ist. Von Projekt zu Projekt unterscheidet sich auch, in welchem Maß der Kunde in den Entwicklungs- und Testablauf involviert ist.

„Wir sind gern im Gespräch mit Kunden und arbeiten eng mit ihnen zusammen; denn das bringt großen Nutzen. Mit einigen Kunden arbeiten wir schon sehr lange zusammen. Sie haben den gleichen Antrieb und ein ebenso großes Interesse an der Weiterentwicklung wie wir selbst. So macht die Entwicklung neuer Produkte noch mehr Spaß. Das Resultat ist am Ende oft besser, als wenn wir es allein gemacht hätten, weil die Kunden Erfahrungen aus realen Anwendungen einbringen", sagt Emma Sundelius.

 

 

„Entweder gilt es ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Anforderung zu erfüllen. Zuerst fragen wir uns daher: Worum geht es dem Kunden genau?" 

Emma Sundelius, die Produktentwicklung bei Axelent leitet.

Nähe und kurze Wege werden immer wichtiger

An einem bestimmten Punkt des Entwicklungsprojektes – manchmal recht früh, manchmal später – wird auch unsere Einkaufsabteilung aktiv und beschäftigt sich mit der Planung und Koordination der Beschaffung von Komponenten und der Ausarbeitung des Herstellungsverfahrens für das Endprodukt.

„Wir befassen uns mit den Komponenten der Tür, z. B. mit den benötigten Blech- und Kunststoffteilen. Wie weit wir uns da einbringen, unterscheidet sich stark. Bei einfachen Produkten sind wir nicht so tief eingebunden. Aber oft sind wir von Anfang an involviert, weil man auf unsere Expertise bei der Materialauswahl und der Konzeption des optimalen Fertigungsprozesses vertraut", sagt Jim Sundgren, Leiter Beschafftung bei Axelent.

Ein wichtiger Aspekt ist während der Pandemie immer deutlicher hervorgetreten: Die Bedeutung der räumlichen Nähe von Axelent zu seinen Lieferanten.

„Lieferanten aus dem eigenen Land zu beauftragen, bringt viele Vorteile, nicht zuletzt weil internationale Lieferketten oft so langsam sind. Bei in Schweden ansässigen Firmen sind die Lieferzeiten viel kürzer und daher arbeiten wir oft mit lokalen Lieferanten zusammen.
Wenn irgendwo im Verlauf der Entwicklung gravierende Änderungen erforderlich werden, dauert es oft nur zwei Monate, bis wir sie hier vor Ort umsetzen können. Wenn wir Änderungen jedoch mit einem Lieferanten in Asien realisieren müssen, kann das zehn Monate oder mehr in Anspruch nehmen", sagt Jim Sundgren.

 

Ein erfolgreiches Produkt kann Teil des Standard-Lieferprogramms werden

Eine neue kundenspezifische Lösung erfüllt die Anforderungen eines Kunden und begegnet den Herausforderungen und Problemen, denen er an einem Ort zu einer bestimmten Zeit gegenüberstand. Wenn die Lösung erfolgreich ist, kann es durchaus sein, dass sie den Weg in unser Standard-Lieferprogramm findet. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kombination aus Schwenk- und Schiebetür.

„Ein Maschinenbaukunde kam auf uns mit einem Problem zu. Er hatte wenig Platz zur Verfügung, brauchte aber dennoch eine Tür mit großer Öffnungsbreite. Sie sollte im geöffneten Zustand außerdem möglichst wenig Platz benötigen; ein klassisches Dilemma bei der Installation von Türen. Erschwerend kam hinzu, dass ein oberer Querrahmen gestört hätte. Die Herausforderung bestand also aus drei anscheinend widersprüchlichen Anforderungen: große Öffnungsweite, kein oberer Querrahmen und keine großen Türblätter, die im geöffneten Zustand im Weg wären. In diesem Fall konnten wir eine hybride Lösung entwickeln, d. h. eine Kombination aus Schwenk- und Schiebetür, bei der die recht großen Türblätter teleskopierbar sind. Die Lösung war so erfolgreich, dass sie jetzt als Standardprodukt zur Verfügung steht", sagt Sven Toftgård.

 

Was sind aus Kundensicht die wichtigsten Parameter bei der Auswahl einer Tür?

„Entscheidend ist der zur Verfügung stehende Platz. Außerdem darf die Tür keine Risiken verursachen, z. B. durch Kollision. Man sollte keine Tür mit unnötig großer Öffnungsweite installieren. Und – last but not least – sind die Sicherheitsanforderungen an die Tür entscheidend: Welche Art von Schloss sollte eingebaut sein? Wird ein Sicherheitsschalter benötigt? Wenn ja, ist auch ein Kabelkanal erforderlich?", sagt Simon Palm.

Um Ihnen die Auswahl der richtigen Tür für die Situation und Anwendung vor Ort zu erleichtern, haben wir Videos und Artikel zusammengestelt, die die Besonderheiten jeder unserer Türen darstellen. Alle Teile dieser Serie werden auf unseren News-Seiten veröffentlicht – verpassen Sie keinen Teil!

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